WatchOS 5.2 – EKG-Funktion nun auch in Deutschland

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Es ist schon eine Überraschung. Ab sofort ist die EKG-Funktion der Apple Watch 4 nun auch in Deutschland verfügbar.

Apple hat soeben watchOS 5.2 für alle User freigegeben. Und damit ist auch die Möglichkeit scharf geschaltet, auf der Apple Watch Vorhofflimmern am Herzen zu erkennen und ein EKG zu erstellen.

Seit Dezember 2018 ist dies in den USA möglich. Für Deutschland und Europa gab es zuletzt überhaupt keine Infos. Jetzt überrascht uns Apple mit einem Paukenschlag. Ich habe freilich nicht erwartet, dass es bereits so früh in diesem Jahr diese Funktion zur Verfügung gestellt wird.

Die Voraussetzungen, um die EKG-Funktion zu nutzen

Ihr benötigt ein iPhone ab iOS 12.2 und eine Watch Series 4 mit dem gerade freigegeben watchOS 5.2.

So erstellt Ihr ein EKG

Über die Health-App gelangt Ihr zur Herz-App. Zunächst erlaubt Ihr die Benachrichtigung, wenn Vorhoffilmmern auftritt und registriert wird. Danach folgt Ihr dem Setup, durch das Apple Euch führt. Am Ende, nach Angabe des Geburtsdatums, schließt Ihr die Vorarbeiten ab. Danach informiert Euch Apple auf Infoseiten über das Feature, die Bedeutung und die Handhabung.

Los geht es mit dem EKG

Danach kann es losgehen mit der EKG-Messung. Dazu reicht es, die Herz-App auf der Uhr zu öffnen. Für die EKG-Messung legt Ihr Euren Finger 30 Sekunden auf die digitale Krone der Uhr. Der Arm sollte auf dem Tisch oder Schoß während der Messung liegen. Ein Timer läuft runter von 30 bis auf 0. Danach ist das EKG schon fertig. Je enger die Uhr am Arm anliegt, desto präziser das Ergebnis.

 

Ist das EKG verlässlich?

Im Vorfeld hat Apple zahlreiche klinische Studien durchgeführt. Eine besonders ausführliche Studie wurde gemeinsam mit der renommierten Stanford-Universität durchgeführt. Es nahmen rund 400.000 Personen teil. Nur 0,5 Prozent der Teilnehmer erhielten dabei Benachrichtigungen zu unregelmäßigem Herzrhythmus. Damit widerlegt die Studie mögliche Bedenken, es gebe eine Art Überbenachrichtigung. Apple fasst zusammen:

„Die EKG App zeigte 98,3% Sensibilität bei der Klassifizierung von Vorhofflimmern und 99,6% Spezifität bei der Klassifizierung von Sinusrhythmen in klassifizierbaren Aufnahmen.“

Auch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) lobt das Potenzial, Patienten bei der Nachsorge zu unterstützen. Der Ratschlag der Experten: Die Ergebnisse sollten in jedem Fall aber immer mit einem Arzt besprochen werden.

 

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